Sie ist zwar nicht so bekannt, wie ihre beiden größeren Schwestern, dennoch stellt das Historische Fès eine der interessantesten Attraktionen des Wüstenstaates am Mittelmeer dar. So zählt Fès nicht weniger als zwei Weltkulturerbe, die beiden Altstädte Fès el-Bali und Fès el-Djedid, die sich architektonisch an den Kulturen der zu ihrer jeweiligen Bauzeit herrschenden Klasse orientieren. Einen weiteren großen Einfluß auf das Bild der Stadt hatten die Franzosen, die nach der Eroberung Fès’ 1911 den Weitblick besassen, die historischen Viertel zu erhalten und um den alten Stadtkern eine im französischen Stil dieser Epoche gestaltete Neustadt bauten.

Wer sich aufmacht, die Marokkanische Stadt zu erkunden, sollte auf jeden Fall gutes Schuhwerk einpacken, ist doch die Altstadt die größte mittelalterliche dieser Art auf der ganzen Welt. Und dann hat man auch noch die Qual der Wahl, welchen der Stadtteile man zuerst besuchen soll. Fragen über fragen.

Fès el-Bali erstreckt sich weitläufig um den Komplex der Universität, die gleichzeitig Haupttreffpunkt und Zentrum des sozialen Lebens ist. Heute ist sie auch der Teil der Stadt, dem diese ihre bekanntesten Aushängeschilder, die tiefblauen Keramikfließen und die Kupfergrünen Dächer der Sakralbauten zu verdanken hat.

In Fès el-Djedid findet sich der Königspalast des Sultans sowie, ganz und gar nicht muslimisch, das jüdische Viertel, Mellah auf Marokkanisch. Das jüdische Viertel Fès’ ist das Älteste in ganz Marokko, einst gegründet, um die jüdische Bevölkung vor den anderen Ethnien zu schützen, ist es heute eines der für kulturell aufgeschlossene Touristen interessantesten Viertel.